Sozioökonomische Ausgangslage von Schulen (SÖL)
Die sozioökonomische Ausgangslage (SÖL) von Schulen ist eine Klassifikation. Sie beschreibt Rahmenbedingungen einer Schule, welche die Schule nicht direkt beeinflussen kann.
Die sozioökonomische Ausgangslage basiert auf drei Komponenten: Bildungsstand der Eltern/Erziehungsberechtigten, Erwerbsstatus und Einkommen der Eltern/Erziehungsberechtigten sowie Migrationshintergrund und Alltagssprache der Schülerinnen und Schüler. Je höher die sozioökonomische Ausgangslage einer Schule ist, desto günstiger sind die Bedingungen für den Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler an dieser Schule. Eine niedrige SÖL-Kategorie bedeutet, dass die sozioökonomische Ausgangslage einer Schule weniger günstig ist.
Die sozioökonomische Ausgangslange wird in sechs Kategorien unterteilt: "sehr niedrig" (Kategorie 1), "niedrig" (Kategorie 2), "ausgewogen" (Kategorie 3), "hoch" (Kategorie 4), "sehr hoch" (Kategorie 5) und "höchste" (Kategorie 6).
Die Datengrundlage für die Festlegung der sozioökonomischen Ausgangslage wird von der Bundesanstalt Statistik Austria gemäß Bildungsdokumentationsgesetz 2020 regelmäßig erstellt. Sie basiert auf Registerverknüpfungen der Register der Statistik Austria. Ein Rückschluss auf Einzelpersonen ist nicht möglich. Auf Basis dieser Daten kann eine Kategorie für die sozioökonomische Ausgangslage (SÖL-Kategorie) einer Schule festgelegt werden. Für die dreijährlichen Rückmeldungen der iKMPLUS wird jeweils der Datenstand des ersten eingerechneten Schuljahres herangezogen (im 1. Zyklus: SJ 2022/23). In Zusammenarbeit des BMB, der Statistik Austria und des Instituts des Bundes für Qualitätssicherung im österreichischen Schulwesen (IQS) wurden umfassende Analyse- und Validierungsschritte der SÖL-Kategorisierung durchgeführt, um die Stabilität der Ergebnisse im Zeitverlauf und in Bezug auf den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler sicherzustellen.